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Serbien & Montenegro

Serbien und Montenegro war der Nachfolgestaat des zu Beginn der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts auseinander gebrochenen jugoslawischen Vielvölkerstaats. Seit 2006 treten Serbien und Montenegro als selbständige Einzelstaaten auf. Mittlerweile hat sich auch die bislang zu Serbien gehörende autonome Region Kosovo für unabhängig erklärt und ist von den meisten Staaten anerkannt worden. Der bis 2006 existierende Staatenbund Serbien und Montenegro hatte einschließlich des Kosovo mehr als 10 Millionen Einwohner auf einer Gesamtfläche von 102.000 Quadratkilometern. Das Staatengebilde wurde von der serbischen und ehemaligen jugoslawischen Hauptstadt Belgrad aus verwaltet.

Die Republik Serbien ist ein Binnenstaat ohne direkten Zugang zum Meer im zentralen Balkan. Das Land grenzt im Westen an Kroatien, Bosnien-Herzegowina und Montenegro. Im Norden und Osten schließen sich Ungarn, Rumänien und Bulgarien an. Im Süden grenzt Serbien an Mazedonien und an den Kosovo. Zählt man den Kosovo noch zum Staatengebilden hinzu, so liegt Albanien an der Südgrenze. Der bevölkerungsreiche Norden mit den Wirtschaftszentren Novi Sad und Belgrad liegt in der Pannonischen Tiefebene und wird von der Donau und ihren Nebenflüssen durchzogen. Die Donau selbst bildet über weite Strecken den Grenzfluss zu Rumänien und Ungarn. Die Donau durchfließt Serbien auf einer Gesamtlänge von insgesamt 558 Kilometern. Nach Süden zu wird Serbien allmählich gebirgiger. Das Dinarische Gebirge, das Balkangebirge und die Karpaten erreichen Höhen von über 2000 Metern. Wirtschaftliches, politisches und kulturelles Zentrum Serbiens ist die Metropole Belgrad an der Donau mit mehr als 1,2 Millionen Einwohnern. Belgrad und Serbien sind gut an das europäische Autobahnnetz angebunden. Alle wichtigen Straßenverkehrsverbindungen von Mittel- nach Südosteuropa führen durch die serbische Republik. An Donau und Save liegen wichtige Flusshäfen und die internationalen Flughäfen von Belgrad und Nis spielen eine wichtige Rolle.

Das seit 2006 selbständige Land Montenegro ist mit einer Fläche von 13.800 Quadratkilometern und nur 622.000 Einwohnern nur relativ dünn besiedelt. Montenegro profitiert von seiner günstigen Lage an der Adria. Die Hauptstadt Podgorica liegt abseits der Küste im Hinterland und verfügt über einen kleinen internationalen Flughafen. Die montenegrinische Wirtschaft setzt auf drei Säulen. Neben der Landwirtschaft zählen die Förderung der Bodenschätze Bauxit, Eisenerz und Braunkohle sowie der immer stärker boomende Tourismus zu den Haupteinnahmequellen.












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